Viggo Johansen Gehöft mit Gänse Schar
Preis:
Auf Anfrage
Produktmerkmale
| Produktnummer: | 1227 |
| Künstler: | Viggo Johansen ( 1851-1935 ) |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Material: | Öl Leinwand |
| Maße: | 45 x 70 cm |
Produktbeschreibung
Viggo Johansen (1851–1935)
Geboren in Kopenhagen, gestorben 1935
Der Meister der Atmosphäre
Viggo Johansen zählt zu den bedeutenden Vertretern der dänischen Skagen-Malerei. Bekannt wurde er insbesondere durch seine einfühlsamen Darstellungen des häuslichen Lebens und stimmungsvollen Interieurs. In der Tradition der dänischen Malerei des Goldenen Zeitalters stehend, verband er romantische Empfindsamkeit mit einem ausgeprägten Gespür für Licht, Farbe und Atmosphäre. Seine intimen Innenraumszenen bestechen durch ihre poetische Ausstrahlung und ihren malerischen Reiz. Auch seine Landschaften aus Skagen zeigen den Einfluss des französischen Impressionismus, dessen lichtdurchflutete Farbigkeit Johansen auf eigenständige Weise interpretierte.
Skagen, Martha Møller und der Kreis der Künstler
Im Alter von 17 Jahren begann Viggo Johansen sein Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, wo er sich zunächst auf die damals hoch angesehene Figurenmalerei konzentrierte. Obwohl er sein Studium nicht abschloss, entwickelte er sich zu einem eigenständigen und angesehenen Künstler.
Auf Anregung seines Studienkollegen Michael Ancher reiste Johansen 1875 erstmals nach Skagen. Der norddänische Küstenort entwickelte sich zu einem bedeutenden Treffpunkt skandinavischer Künstler. Dort lernte er Martha Møller kennen, eine Cousine der Malerin Anna Ancher. Das Paar heiratete 1880 und verbrachte in den folgenden Jahren zahlreiche Sommer mit seiner wachsenden Familie in Skagen, wo es zum engen Kreis der dort ansässigen Künstler gehörte.
Meister der Lichtstimmung – bedeutende Werke
Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit widmete sich Johansen auch der Lehre. Er unterrichtete an der Freien Kunstschule in Kopenhagen sowie an der Kunstschule für Frauen der Königlich Dänischen Kunstakademie. Von 1906 bis 1920 war er dort als Professor tätig.
Seine besondere Meisterschaft zeigt sich vor allem in den Interieurgemälden, in denen er alltägliche häusliche Situationen in eindrucksvolle, atmosphärisch dichte Bildkompositionen verwandelte. Durch das feinfühlige Zusammenspiel von Licht, Farbe und Schatten verlieh er seinen Motiven eine bemerkenswerte Lebendigkeit und emotionale Tiefe.
Zu seinen bekanntesten Werken zählt das 1891 entstandene Gemälde „Glade jul“ (Stille Nacht), das sich heute in der Hirschsprung-Sammlung in Kopenhagen befindet. Ebenfalls herausragend ist das 1899 geschaffene Gemälde „Aftenselskab i mit hjem“ (Abendgesellschaft in meinem Zuhause), das in der Dänischen Nationalgalerie aufbewahrt wird.
Viggo Johansen hinterließ ein bedeutendes künstlerisches Werk, in dem sich die Tradition der dänischen Malerei mit den neuen malerischen Impulsen des Impressionismus verbindet. Seine Fähigkeit, selbst alltägliche Szenen mit poetischer Stimmung und subtiler Lichtführung zu erfüllen, macht ihn bis heute zu einem wichtigen Vertreter der dänischen Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Kunsthistorische Einordnung: Skagen-Malerei um 1899
Das Jahr 1899 fällt in eine bedeutende Phase der dänischen Malerei, in der sich die naturalistische Wirklichkeitsdarstellung zunehmend mit den Errungenschaften des französischen Impressionismus verband. Die Künstlerkolonie von Skagen hatte sich seit den 1870er-Jahren zu einem wichtigen Zentrum dieser Entwicklung etabliert. Charakteristisch waren die unmittelbare Beobachtung der Natur, die Auseinandersetzung mit den besonderen Lichtverhältnissen Nordjütlands und eine zunehmend freie, atmosphärisch geprägte Malweise.
Viggo Johansen nahm innerhalb dieses Künstlerkreises eine eigenständige Position ein. Während Kollegen wie Michael Ancher vor allem das Leben der Fischer und P. S. Krøyer häufig die besondere Lichtstimmung an den Stränden thematisierten, richtete Johansen seinen Blick auch auf die stilleren, weniger spektakulären Seiten der norddänischen Landschaft. Abseits der großen Seestücke und repräsentativen Figurenkompositionen interessierten ihn unscheinbare Winkel, ländliche Anwesen und die alltägliche Tierwelt. Gerade in solchen Motiven zeigt sich seine besondere Sensibilität für die poetische Wirkung des
Viggo Johansen gehört zu jener Generation dänischer Maler, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die akademische Tradition mit einer unmittelbaren, lebensnahen Naturbeobachtung verbanden. Seine besondere Stärke lag in der Fähigkeit, die Atmosphäre eines Ortes und die stille Poesie alltäglicher Situationen malerisch einzufangen.
Ein 1899 entstandenes Gemälde mit einer Gänseschar vor einem felsigen Gehöft in Skagen steht thematisch im Einklang mit dieser künstlerischen Auffassung. Die Verbindung von Tierdarstellung, ländlicher Architektur und nordischer Landschaft eröffnet einen charakteristischen Blick auf die weniger repräsentative, dafür umso unmittelbarere Seite des Lebens an der dänischen Nordspitze. Das Werk lässt sich damit in den weiteren Kontext der Skagen-Malerei um 1900 einordnen, in der Natur, Licht und alltägliche Wirklichkeit zu eigenständigen Bildthemen wurden.
Geboren in Kopenhagen, gestorben 1935
Der Meister der Atmosphäre
Viggo Johansen zählt zu den bedeutenden Vertretern der dänischen Skagen-Malerei. Bekannt wurde er insbesondere durch seine einfühlsamen Darstellungen des häuslichen Lebens und stimmungsvollen Interieurs. In der Tradition der dänischen Malerei des Goldenen Zeitalters stehend, verband er romantische Empfindsamkeit mit einem ausgeprägten Gespür für Licht, Farbe und Atmosphäre. Seine intimen Innenraumszenen bestechen durch ihre poetische Ausstrahlung und ihren malerischen Reiz. Auch seine Landschaften aus Skagen zeigen den Einfluss des französischen Impressionismus, dessen lichtdurchflutete Farbigkeit Johansen auf eigenständige Weise interpretierte.
Skagen, Martha Møller und der Kreis der Künstler
Im Alter von 17 Jahren begann Viggo Johansen sein Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, wo er sich zunächst auf die damals hoch angesehene Figurenmalerei konzentrierte. Obwohl er sein Studium nicht abschloss, entwickelte er sich zu einem eigenständigen und angesehenen Künstler.
Auf Anregung seines Studienkollegen Michael Ancher reiste Johansen 1875 erstmals nach Skagen. Der norddänische Küstenort entwickelte sich zu einem bedeutenden Treffpunkt skandinavischer Künstler. Dort lernte er Martha Møller kennen, eine Cousine der Malerin Anna Ancher. Das Paar heiratete 1880 und verbrachte in den folgenden Jahren zahlreiche Sommer mit seiner wachsenden Familie in Skagen, wo es zum engen Kreis der dort ansässigen Künstler gehörte.
Meister der Lichtstimmung – bedeutende Werke
Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit widmete sich Johansen auch der Lehre. Er unterrichtete an der Freien Kunstschule in Kopenhagen sowie an der Kunstschule für Frauen der Königlich Dänischen Kunstakademie. Von 1906 bis 1920 war er dort als Professor tätig.
Seine besondere Meisterschaft zeigt sich vor allem in den Interieurgemälden, in denen er alltägliche häusliche Situationen in eindrucksvolle, atmosphärisch dichte Bildkompositionen verwandelte. Durch das feinfühlige Zusammenspiel von Licht, Farbe und Schatten verlieh er seinen Motiven eine bemerkenswerte Lebendigkeit und emotionale Tiefe.
Zu seinen bekanntesten Werken zählt das 1891 entstandene Gemälde „Glade jul“ (Stille Nacht), das sich heute in der Hirschsprung-Sammlung in Kopenhagen befindet. Ebenfalls herausragend ist das 1899 geschaffene Gemälde „Aftenselskab i mit hjem“ (Abendgesellschaft in meinem Zuhause), das in der Dänischen Nationalgalerie aufbewahrt wird.
Viggo Johansen hinterließ ein bedeutendes künstlerisches Werk, in dem sich die Tradition der dänischen Malerei mit den neuen malerischen Impulsen des Impressionismus verbindet. Seine Fähigkeit, selbst alltägliche Szenen mit poetischer Stimmung und subtiler Lichtführung zu erfüllen, macht ihn bis heute zu einem wichtigen Vertreter der dänischen Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Kunsthistorische Einordnung: Skagen-Malerei um 1899
Das Jahr 1899 fällt in eine bedeutende Phase der dänischen Malerei, in der sich die naturalistische Wirklichkeitsdarstellung zunehmend mit den Errungenschaften des französischen Impressionismus verband. Die Künstlerkolonie von Skagen hatte sich seit den 1870er-Jahren zu einem wichtigen Zentrum dieser Entwicklung etabliert. Charakteristisch waren die unmittelbare Beobachtung der Natur, die Auseinandersetzung mit den besonderen Lichtverhältnissen Nordjütlands und eine zunehmend freie, atmosphärisch geprägte Malweise.
Viggo Johansen nahm innerhalb dieses Künstlerkreises eine eigenständige Position ein. Während Kollegen wie Michael Ancher vor allem das Leben der Fischer und P. S. Krøyer häufig die besondere Lichtstimmung an den Stränden thematisierten, richtete Johansen seinen Blick auch auf die stilleren, weniger spektakulären Seiten der norddänischen Landschaft. Abseits der großen Seestücke und repräsentativen Figurenkompositionen interessierten ihn unscheinbare Winkel, ländliche Anwesen und die alltägliche Tierwelt. Gerade in solchen Motiven zeigt sich seine besondere Sensibilität für die poetische Wirkung des
Viggo Johansen gehört zu jener Generation dänischer Maler, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die akademische Tradition mit einer unmittelbaren, lebensnahen Naturbeobachtung verbanden. Seine besondere Stärke lag in der Fähigkeit, die Atmosphäre eines Ortes und die stille Poesie alltäglicher Situationen malerisch einzufangen.
Ein 1899 entstandenes Gemälde mit einer Gänseschar vor einem felsigen Gehöft in Skagen steht thematisch im Einklang mit dieser künstlerischen Auffassung. Die Verbindung von Tierdarstellung, ländlicher Architektur und nordischer Landschaft eröffnet einen charakteristischen Blick auf die weniger repräsentative, dafür umso unmittelbarere Seite des Lebens an der dänischen Nordspitze. Das Werk lässt sich damit in den weiteren Kontext der Skagen-Malerei um 1900 einordnen, in der Natur, Licht und alltägliche Wirklichkeit zu eigenständigen Bildthemen wurden.