Alfred Gabali Ölgemälde Peking

Preis: Auf Anfrage

Produktmerkmale

Produktnummer: 1194
Künstler: Alfred Gabali ( 1886-1963)
Stilrichtung: Realismus
Material: Öl auf Leinwand
Maße: 60 x 90 cm

Produktbeschreibung

Alfred Gabali: „Peking in vollem Segel“
Das Gemälde „Peking “ zeigt die beeindruckende Viermast-Stahlbark , einen der legendären Flying P-Liner der Hamburger Reederei F. Laeisz, in voller Fahrt auf offener See.

Die Szene ist dynamisch: weiße Gischt spritzt gegen den dunklen Rumpf, während der Wind die gewaltigen Segel bläht. Gabali nutzt kräftige Pinselstriche und ein reiches Farbspektrum aus tiefem Blau, Grau und warmem Ocker, um das Spiel von Licht, Wasser und Metall zu erfassen. Der Himmel über dem Horizont ist dramatisch, mit Wolken, die aufziehenden Wind andeuten – ein Moment zwischen Sturm und Ruhe.
Die Takelage der Peking ist fein ausgearbeitet, die Masten ragen majestätisch in den Himmel. Im Vordergrund spiegeln sich weiße Schaumkronen im Ozean, und leichte Reflexe auf der Wasseroberfläche verankern das Schiff in seiner Umgebung. Die Komposition erzeugt ein Gefühl von Größe und Entschlossenheit – ganz im Sinne klassischer Marinemalerei.

Mehr als nur ein nautisches Bild, fängt das Werk den Geist der klassischen Segelschifffahrt ein: Mut, Abenteuer und die Beziehung Mensch-Natur. Gabalis Erfahrung als Seemann verleiht der Darstellung Authentizität und Tiefe.

Die Peking ist eine Viermast-Stahlbark, die am 25. Februar 1911 bei der Hamburger Werft Blohm & Voss vom Stapel lief und bald zu einem der berühmtesten Schiffe der sogenannten Flying P-Liner wurde – einer Flotte schneller Segelschiffe der Reederei F. Laeisz.
Einsatz & Bedeutung:
Die Peking wurde im Nitrate-Handel zwischen Europa und Chile eingesetzt, eine der wichtigsten Routen der Zeit. Die robusten Schiffe der P-Linie waren bekannt für ihre Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – daher der Beiname Flying P-Liners.

Erster Weltkrieg & Zwischenzeit:
Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Schiff im chilenischen Valparaíso interniert und später als Kriegsentschädigung an Italien abgegeben. Es gelang der Reederei aber, das Schiff zurückzukaufen.

Spätere Geschichte:
In den 1930er Jahren wurde die Peking verkauft und diente als Schulschiff und Kinderheim unter dem Namen Arethusa II. Im Zweiten Weltkrieg war sie im Einsatz der Royal Navy (als HMS Pekin). Später kam sie in die USA und wurde Teil des South Street Seaport Museums in New York, bevor sie 2017 nach Deutschland gebracht und restauriert wurde. Heute ist sie als Museumsschiff im Deutschen Hafenmuseum Hamburg zu sehen.


Alfred Gabali war ein deutscher Maler, der vor allem für seine maritimen Szenen und Schiffsdarstellungen bekannt ist. Seine Biografie verbindet Leben auf See und künstlerische Ausbildung, was sich deutlich in seiner Kunst widerspiegelt:

Leben und Werdegang
Frühe Jahre:
Geboren am 4. Mai 1886 in Köln, Deutschland, verließ Gabali im Alter von 16 Jahren sein Zuhause, um als Matrose auf dem Viermaster Pamir zu arbeiten. Seine Zeit auf See prägte sein Verständnis für Schiffe und das Meer entscheidend.

Künstlerische Ausbildung:
Während einer seiner Reisen traf er den Künstler Schnars Alquist, der ihm seine ersten formalen künstlerischen Lektionen gab. Später studierte er sowohl Navigation als auch Malerei weiter, wobei sich seine maritime Erfahrung stets in seiner Kunst niederschlug.

Leben in Deutschland & Zweiter Weltkrieg:
Nach dem Ersten Weltkrieg ließ er sich 1923 als professioneller Künstler in Hamburg nieder. Während der NS-Zeit lehnte er den Beitritt zu offiziellen Parteikünstler-Organisationen ab, was ihn zwang, Deutschland zu verlassen. In Holland baute er beruflich neu auf und fand dort auch Unterstützung durch lokale Künstlerfreunde.

Emigration in die USA:
1949 zog Gabali mit seiner Frau in die Vereinigten Staaten, wo er sich insbesondere in der Künstlergemeinschaft von Cape Cod (Massachusetts) niederließ, 1955 dort US-Staatsbürger wurde und bis zu seinem Tod 1963 aktiv malte.

Stil & Bedeutung
Gabalis Werke zeichnen sich durch authentische maritime Motive aus, oft mit realistischer, aber lebendiger Darstellung von Schiffen und Meer. Seine eigene Seefahrer-Biografie verleiht seinen Schiffsporträts eine besondere Glaubwürdigkeit und Seele.

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